Die Konkurrenz zwischen Borussia Dortmund und Bayern München ist nichts Neues. Jüngst kam sie bei der Vertragsverlängerung mit Nico Schlotterbeck wieder zum Vorschein. In seinem neuen Arbeitspapier, das bis Sommer 2031 seine Gültigkeit behält, soll eine Ausstiegsklausel verankert sein. Inwiefern betrifft sie den FC Bayern München?
Nico Schlotterbeck verlängert mit Borussia Dortmund
Nach viel Hin und Her haben „Schlotti“ und der BVB das Arbeitspapier auf weitere fünf Jahre ausgeweitet. Laut „Kicker“ soll im Kontrakt eine Ausstiegsklausel zu finden sein, ein Zusatz, den der Ex-Sportdirektor Sebastian Kehl weitestgehend bei neuen Vertragsabschlüssen vermeiden wollte.
Die Plattform berichtete, dass die Ausstiegsklausel zwischen 50 und 60 Millionen Euro liegen solle und nur für bestimmte Vereine gelte. Der FC Bayern München ist davon ausgenommen. Dieser kann sich Nico Schlotterbeck frühestens Richtung Vertragsende sichern.
Ausstiegsklausel sorgt für Verwirrung
Weshalb sich Borussia Dortmund auf die Ausstiegsklausel eingelassen hat, ist unklar. Zumindest hoffen Experten wie der „Sky“-Reporter Mirko Slomka, dass sich die Schwarz-Gelben etwas abgesichert haben und die Klausel nicht direkt im Sommer aktiviert werden kann.
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Gerade am Deadline Day würden sich die Borussen ins eigene Fleisch schneiden, würde einer der im Vertrag verankerten Vereine auf die Idee kommen, Nico Schlotterbeck abzuwerben. So kurzfristig ließe sich kein Ersatz für den eingespielten Abwehrspieler finden.
Nico Schlotterbeck erhält Frust von den BVB-Fans
Nicht nur Reporter sind verwirrt über die verankerte Ausstiegsklausel, sondern auch die BVB-Anhänger höchstpersönlich. Bei der Bekanntgabe der Aufstellung am Samstag gegen Bayer Leverkusen (0:1) wurde der Innenverteidiger von seinen eigenen Leuten ausgepfiffen.
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Kurios ist die Sache ohnehin. Es besteht zwar ein neues Arbeitspapier, mit dem Schlotterbeck bei Borussia Dortmund bleiben wird. Doch über die Ausstiegsklausel und die speziellen Konditionen möchte keiner der Verantwortlichen sprechen.
Ole Book gibt keine Vertragsdetails bekannt
BVB-Sportdirektor Ole Book wurde vor der Bundesligapartie gegen Bayer Leverkusen mehrfach auf den Schlotterbeck-Vertrag angesprochen, sowohl von „DAZN“ als auch von „Sky“. Daraufhin erwiderte er nur: „Es ist uns wichtig, dass wir nicht über Vertragsinhalte reden. Wir freuen uns, dass Nico sich entschieden hat zu bleiben.“
Book selbst geht allen Anschein nach davon aus, dass Schlotterbeck lange beim BVB bleiben möchte. Ob er mit dem Vertragsabschluss letztlich seinen ersten größeren Fehler im Amt gemacht hat, bleibt zunächst dahingestellt. Hauptsache, der 26-Jährige wechselt nicht zur größten Ligakonkurrenz, Bayern München. Hier konnten sich die Verantwortlichen allen Anschein nach absichern.
Am Ende wird Borussia Dortmund mit hoher Wahrscheinlichkeit neben Nico Schlotterbeck einen weiteren Innenverteidiger engagieren müssen. Die Hoffnung auf eine Aarón Anselmino-Rückkehr besteht weiterhin, aber auch der Marokkaner Abdelhamid Ait Boudlal steht beim BVB unter Beobachtung.