Der Hype um Edin Džeko ist gigantisch. Genauso riesig ist das Interesse der Schalke-Fans daran, dass der bosnische Unterschiedsspieler rasch in der Startformation zu sehen ist. Nach seinem Debüttor gegen Kaiserslautern (2:2) ist der Wunsch danach weiter gewachsen.
Wird Edin Džeko gegen den VfL Bochum in der Startaufstellung stehen? Oder wartet S04-Coach Miron Muslić mit diesem Schritt und schickt den Offensivstar erst im Spielverlauf aufs Feld?
Schalke 04 trifft wichtige Stürmerentscheidung
Auf der Pressekonferenz vor Bochum machte Muslić unmissverständlich klar, dass der Weg mit dem neuen Sturmstar auf lange Sicht gedacht ist. Trotz des Treffers gegen Lautern ist sein Weg im königsblauen Trikot geplant und wird kontrolliert ausgeführt. Aufgrund dessen wird der Bosnier morgen nicht in der Startelf auflaufen.
Gamechanger, aber ohne Startelfeinsatz?
Dem Schalke-Cheftrainer geht es nicht um kurzfristige Effekte. Vielmehr möchte er Džeko langfristig aufbauen, damit er langfristig mit seinen Qualitäten überzeugen kann. Er wird langsam mit den Spielern, dem Trainerteam und der medizinischen Abteilung vertraut gemacht, bevor er in der Startaufstellung zu sehen ist.
Nichtsdestotrotz wird auch morgen gegen Bochum Edin Džeko wieder als Gamechanger auf den Rasen kommen. Er wird von der Bank aus starten und dann bestenfalls für Königsblau punkten. Muslić und sein Trainerteam sehen keinen Sinn darin, Džeko direkt einzusetzen und frühzeitig vom Feld zu nehmen. Das ist nicht der Plan: Der Bosnier bleibt der Joker in der Hinterhand vom FC Schalke 04, um gegen den aktuell Elftplatzierten drei wertvolle Punkte mitzunehmen.
Ist Ljubičić ebenfalls ein Joker?
Dejan Ljubičić ist der Newbie im S04-Team. Im Gegensatz zu Džeko, der zwei Wochen lang kein Mannschaftstraining hatte und zunächst aufgebaut werden muss, ist Ljubičić laut seinem Coach allerdings „topfit und steht zur Verfügung“.
Der Mittelfeldprofi, der am 22. Januar noch für Dinamo Zagreb in der Europa League spielte, begeistert Muslić aufgrund seines Spielerprofils sehr. „Wir haben gewusst, dass uns ein Spieler fehlt, der sechs, acht oder zehn spielen kann.“ Besonders gefallen dem Schalke-Trainer die „Intensität, Beine, aber auch spielerische Qualität und Kreativität“, die Ljubičić mitbringt.
Somit startet Ljubičić als Soforthilfe beim FC Schalke, während Džeko vorerst die Geheimwaffe bleibt. Es gilt: Džeko soll nicht schnell helfen, sondern langfristig.
