FC Schalke 04

Kabinenkampf auf Schalke: Bosnisch vs. Französisch

Mannschaft FC Schalke 04
Mannschaft FC Schalke 04 - Foto: Vitalii Vitleo / Shutterstock.com

Am Wochenende konnte sich Schalke 04 die Tabellenspitze in der zweiten Bundesliga zurückholen. Mit einem 2:1-Sieg gegen Holstein Kiel überholen die Königsblauen Darmstadt 98 und können etwas aufatmen.

Kaum läuft es wieder rund, sind andere Themen im Fokus – etwa die bevorzugte Sprache auf Schalke. Bosnisch, Französisch, Deutsch? Welche Sprache geht den Jungs gehörig auf die Nerven? Und welche Sprache wird am meisten gesprochen?

Die „Brate“-Diskussion beim FC Schalke 04

Beim FC Schalke 04 ist eine Diskussion über die „Amtssprache“ im Verein ausgebrochen. Es heißt, dass die bosnisch-kroatische Sprache durch Miron Muslić, Edin Džeko und Nikola Katić sehr präsent ist. Mitspieler beschwerten sich laut Angaben bereits über die Häufigkeit des Wortes „Brate“, was so viel wie „Bruder“ bedeutet.

Doch der Schalke-Coach Miron Muslić widerlegte die These direkt. Immerhin gibt es deutlich mehr Franzosen als Kroaten im Team: Moussa Sylla, Bryan Lasme, Christian Gomis, Adil Auchiche, Moussa Ndiaye und Zaid Tchibara. Viele dieser Profis sprechen und verstehen kein Deutsch. Ein häufiger Satz: „Je comprends seulement le français.“ – („Ich verstehe nur Französisch.“)

Auch die Sitzordnung in der Kabine ließe eine bosnisch-kroatische Dominanz laut Muslić nicht zu. Džeko sitzt zwischen Loris Karius und Kenan Karaman, Katić ist zwischen Felipe Sanchez und Max Grüger zu finden. Mit sechs Leuten sind die Franzosen eindeutig in der Überzahl, aber ob es so etwas wie eine Kabinensprache gibt, ist unklar. Möglicherweise liegt es auch nur am Begriff „Brate“, der schlichtweg zu häufig fällt.

Muslić fand die Diskussion so lustig, dass er Kenan Karaman, Edin Džeko und Hasan Kuruçay nach dem Spiel gegen Holstein Kiel gewaltig aufs Korn nahm, berichtete „RUHR24“.