FC Schalke 04

S04-Sorgenkind Abwehr: Schalkes königsblauer Beton ist gebrochen

Fans vom FC Schalke
Schalke - Foto: Vitalii Vitleo/Shutterstock

Die letzten Wochen waren für Schalke schwierig. Mit der Verletzung von Vitalie Becker wurde eine klaffende Lücke in die Linksverteidigung gerissen. S04-Coach Miron Muslić versuchte es mit Formationswechseln und internen Lösungen, doch nichts wollte so richtig funktionieren.

Mit den Winterneuzugängen wird das Loch in der linken Außenbahn endlich geschlossen. Das Traumduo überzeugt mit Bravour. Doch hält die königsblaue Abwehrformation den kommenden Anforderungen im Aufstiegsrennen stand?

FC Schalke: Neue Hoffnung im königsblauen Beton

Im Winter hat der FC Schalke 04 einige entscheidende Handgriffe im Aufstiegskampf getätigt. Wichtige Neuzugänge markieren einen entscheidenden Wendepunkt auf Schalke. Vor allem auf der linken Seite ist Königsblau stärker aufgestellt. Moussa Ndiaye und Adil Aouchiche haben sich ohne Schwierigkeiten in die Startelf von Schalke-Trainer Muslić gearbeitet.

Moussa Ndiaye kam auf Leihbasis vom RSC Anderlecht und überzeugt durch seine defensive Souveränität auf dem Platz. Der Franzose Adil Aouchiche, der ablösefrei ins Trikot der Knappen schlüpfte, gilt als kreativer Kopf im Mittelfeld. Auf dem Flügel sorgt er außerdem für eine Extra-Portion Torgefahr. Und der ansonsten so offensivschwache FC Schalke benötigt definitiv ein wenig mehr Offensivkraft.

Weitere Sorgen um die Abwehr von Schalke 04

Trotz der hervorragenden Neuzugänge, zu denen auch Edin Džeko und Dejan Ljubičić zählen, bleiben die Sorgen beim aktuell wieder Tabellenersten nicht aus. Während die Schalker Abwehr in der Hinrunde mit nur sieben Gegentreffern mit Abstand die stärkste war, bereitet sie dem Verein aus Gelsenkirchen inzwischen Sorgen.

Tatsächlich erreicht der FC Schalke die Marke von sieben Gegentreffern in der Rückrunde bereits nach wenigen Spielen. Das liegt aber nicht nur an dem Ausfall von Vitalie Becker. Vielmehr erreichen wichtige Akteure wie Timo Becker und Nikola Katić aktuell nicht ihre Topform. Aus fünf Spielen kassierte Schalke in der Rückrunde genau sieben Gegentore, schoss aber selbst nur sechsmal in den gegnerischen Kasten. Die Werte sind erschreckend und unterstreichen das Formtief der Gelsenkirchener.

Ein Grund für den Leistungsabfall kann unter anderem der psychologische Druck im Aufstiegsrennen sein, der durch die Sieglosserie von fünf Spielen enorm angekurbelt wurde. In den kommenden Wochen erwartet der FC Schalke 04 leichtere Gegner – etwa Bielefeld und Magdeburg. Hier kann sich die Defensive wieder etwas fangen und Vertrauen ins eigene Können gewinnen. Und dass Schalke gegen Holstein Kiel 2:1 gewonnen hat, könnte die Gemüter zusätzlich etwas beruhigen.