VfB Stuttgart steht im Halbfinale vom DFB-Pokal. Am Mittwochabend konnten sie bei Holstein Kiel 3:0 gewinnen. Auch wenn es ein schweres Spiel für die Stuttgarter gegen den Zweitligisten war, so war der hohe Sieg am Ende doch verdient.
Die erste Hälfte verlief weitgehend ausgeglichen vor 15.034 Zuschauern im ausverkauften Holstein-Stadion. Die Kieler zeigten sich in den Anfangsminuten mutig und setzten frühe Akzente. Doch große Chancen hatten sich nicht ergeben.
VfB-Trainer Sebastian Hoeneß: „Wir sind froh über den erneuten Halbfinaleinzug. In den ersten zehn Minuten waren wir noch nicht so gut im Spiel. Kiel war gut eingestellt und wir in einigen Aktionen zu ungeordnet in der Restverteidigung. Danach haben wir die Ausrichtung angepasst. Unter dem Strich geht der Sieg in Ordnung.“
Stuttgart erzielt alle drei Treffer in der zweiten Halbzeit – Kiel knickt ein
Kurz nach dem Seitenwechsel gelang dem VfB Stuttgart in der 56. Minute die 1:0-Führung: Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld legte Atakan Karazor den Ball per Kopf auf Undav quer, der aus kurzer Distanz nur noch einschieben musste.
Chris Führich: „Es waren sehr schwierige Bedingungen mit einem unangenehmen Gegner. Es ging nur darum, eine Runde weiterzukommen. Am Ende haben wir etwas Glück, dass die Kieler ihre Chance nicht reinmachen, denn dann hätte es nochmal schwer werden können. Zum Ende haben wir es souverän heruntergespielt.“
Deniz Undav: „Wir wussten, dass wir hier ein hartes und zweikampfbetontes Spiel zu erwarten haben. Nach dem ersten Tor ist es uns dann insgesamt leichter gefallen, auch wenn wir die ein oder andere Situation noch besser hätten ausspielen können.“
Doppelpack vom VfB Stuttgart
Lange haben die Kieler das Ergebnis gehalten und hätten auch noch den Ausgleich erzielen können. Doch kurz vor dem Ende wurden sie eiskalt bestraft. In der Schlussphase warfen die Störche alles nach vorn und wurden klassisch ausgekontert. Chris Führich erhöhte in der 89. Minute auf 2:0, nachdem Undav ihn mustergültig bedient hatte. Damit war die Entscheidung gefallen.
Alexander Nübel: „Ich bin sehr glücklich über den Sieg. Es war sehr kalt und auf dem harten Platz ein ekliges Spiel. Die Wetterverhältnisse haben vor dem Spiel schon für einen kleinen Schock gesorgt, aber wir waren gut auf die Kieler eingestellt, haben unseren Stiefel heruntergespielt und am Ende verdient gewonnen.“
Den Schlusspunkt setzte der Ex-Kieler Atakan Karazor in der 90.+2. Minute, als er im Fallen zusammen mit Gegenspieler Zec den Ball über die Linie bugsierte und damit das 3:0 markierte.
Marcel Rapp, Cheftrainer von Holstein Kiel: „Am Anfang waren wir gut im Spiel und hatten zwei gute Gelegenheiten. Aus meiner Sicht haben wir im Anschluss ordentlich verteidigt, allerdings haben uns die Umschaltaktionen gefehlt. Nach dem Rückstand haben wir zum Ende des Spiels alles reingeworfen und hatten die Chance auf den Ausgleich. Der VfB hat die sich bietenden Räume im Anschluss gut ausgenutzt. Wir haben uns mit Blick aufs Ergebnis heute unter Wert verkauft und das Spiel in der Offensive verloren.“
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