Gestern Abend trafen Borussia Dortmund und der Hamburger SV im Signal Iduna Park in Dortmund aufeinander. Das Bundesligaspiel endete 3:2 für den BVB, nachdem es lange 0:2 für den HSV stand.
Nach der Bundesligapartie kam die Quittung. Einige Hooligans aus beiden Lagern veranstalteten eine Massenschlägerei in der Dortmunder Innenstadt. Insgesamt 152 Personen mussten zeitweise von der Polizei in Gewahrsam genommen werden.
Verabredeten sich die Ultras miteinander?
Man möchte meinen, dass sich die HSV- sowie BVB-Ultras zufälligerweise begegneten. Doch die Dortmunder Polizei hat da einen ganz anderen Verdacht: „Wir vermuten, dass das Geschehen verabredet war“, so hieß es in einer Stellungnahme der Beamten am Sonntagmorgen.
Die Vermutung ist nicht aus der Luft gegriffen, immerhin war der Ort der Massenprügelei nicht auf dem typischen Weg vom Stadion zur nördlichen Autobahn. Umgehend nach dem Spiel brachen viele HSV-Anhänger Richtung Heimreise auf. Doch auf der Klönnestraße stoppten die Reisebusse kurzerhand. An dieser Stelle stießen die Fans des HSV auf die Fans von Borussia Dortmund. Und auf offener Straße begann die Megaprügelei.
Einsatzhundertschaft stoppt Massenprügelei in Dortmund
Unter anderem gingen die Polizeibeamten mit einer Einsatzhundertschaft vor, um die Massenschlägerei zwischen dem BVB und dem HSV zu stoppen. Mit dem Eintreffen der Polizei sollen etliche Beteiligte zu Fuß geflohen sein, berichtete ein Blaulichtfotograf. Doch viele Verdächtigte konnten gefasst werden. Wie viele Beteiligte insgesamt an der Schlägerei teilgenommen haben, ist bisher nicht bekannt.
Insgesamt 152 Verdächtigte wurden zeitweise festgenommen und befragt. Die Ermittlungen laufen immer noch. Unter den Inhaftierten befanden sich überwiegend HSVler, gegen die Strafanzeigen wegen Landfriedensbruch gestellt wurde, berichtete die Leitstelle der Dortmunder Polizei. Einige Dortmund-Anhänger befanden sich ebenfalls zeitweise in Gewahrsam. Ob das Urteil für BVB-Fans milder ausfällt, bleibt abzuwarten.
Inzwischen sind alle Personen wieder auf freiem Fuß. Weitere Informationen zum Vorfall sollen am Montag von der Polizei Dortmund veröffentlicht werden. Die Ermittlungen laufen und da die Tat auf offener Straße stattfand, hoffen die verantwortlichen Beamten auf einige Augenzeugen. Ein Zeugenabruf steht noch bevor.
