Im Profifußball ist es keine Seltenheit, dass ein Verein einen Spieler verpflichtet, der am Ende kaum Einsatzzeit erhält. Doch in diesem Fall ist es besonders kurios. Diant Ramaj unterschrieb im Februar 2025 bei Borussia Dortmund und war im Anschluss nicht ein einziges Mal im Einsatz. Auch dem Trainingsplatz blieb der Torwart konsequent fern. Was ist da los?
Diant Ramaj ohne Perspektive in Dortmund
Der 24-jährige gebürtige Stuttgarter trat bei Borussia Dortmund seinen Dienst an, ohne auch nur ein einziges Training im Ruhrpott zu absolvieren. Stattdessen wurde er einen Tag nach seiner Vertragsunterzeichnung an den FC Kopenhagen verliehen. In dieser Saison spielte er beim 1. FC Heidenheim, wo er zwischen 2019 und 2021 bereits unter Vertrag stand. Er sammelte in 33 Pflichtspielen ordentlich Einsatzzeiten. In 2.970 Spielminuten verteidigte er das Tor vom FCH, kassierte aber zeitgleich 68 Gegentreffer und spielte lediglich zwei Partien zu null.
Reicht das für den Einsatz beim BVB? Mit Sicherheit nicht. Gregor Kobel gilt bei den Schwarzgelben als Weltklasse. Zudem hat der Verein mit dem Ersatztorhüter Alexander Mayer bis 2027 verlängert. Und Patrick Drewes vervollständigt das Torwartgespann.
Verlässt Diant Ramaj den BVB?
Für fünf Millionen Euro kam Ramaj von Ajax Amsterdam zu Borussia Dortmund. Doch ein Einsatz bei den Zweitplatzierten der 1. Bundesliga blieb bislang aus. Laut „Ruhr Nachrichten“ wird das auch in der kommenden Saison der Fall sein. Die Verantwortlichen denken bereits darüber nach, den Torhüter zu verkaufen. Zumindest eine weitere Leihe ist wahrscheinlich, doch das Wunschszenario umfasst die komplette Abgabe des Ladenhüters.
Grundsätzlich läuft das Arbeitspapier des Halbkosovaren bis Sommer 2029. Doch der Sprung zur Nummer 1 in Dortmund ist eher unwahrscheinlich. Umso ärgerlicher ist es, dass der 1,89 Meter große Schlussmann mit großen Worten bei Borussia Dortmund unterschrieb: „Ich setze mich nicht auf die Bank! Dass ich jetzt nicht nach Dortmund kommen werde, um mich dort hinten anzustellen, keine Chance habe, hinter Gregor Kobel zu spielen – das ist für mich klar. Ich muss spielen.“ Er selbst bezeichnete sich laut „Sport BILD“ als „besten Torwart der jungen Generation“.
Ob Diant Ramaj noch den großen Durchbruch schafft, bleibt abzuwarten. Doch beim BVB wird das voraussichtlich nicht passieren.