Mit nur 50 Toren schaffte es Schalke, in der 2. Bundesliga an die Spitze zu gelangen. Grund dafür war der königsblaue Beton, der gerade einmal 31 Gegentreffer aus 34 Zweitligaspielen zuließ. Auf diesem Weg konnte sich Schalke 04 einen Abstand von acht Punkten zum Mitaufsteiger SV Elversberg erkämpfen.
Um in der kommenden Saison salonfähig zu sein und nicht direkt wieder in die Zweitklassigkeit abzusteigen, muss Frank Baumann zwingend an der Offensive der Knappen basteln. Der Ist-Zustand beim FC Schalke ist derzeit alles andere als überzeugend.
Keine Torjäger auf Schalke in Sicht
Die Torschützenliste der 2. Bundesliga führt Noel Futkeu mit 19 Toren an. Der Youngster wurde von Borussia Mönchengladbach an Greuther Fürth ausgeliehen und sorgte in dieser Saison für ein regelrechtes Feuerwerk auf dem Rasen.
Auch Isac Lidberg (Darmstadt 98) und Mateusz Żukowski (1. FC Magdeburg) trafen jeweils 17-mal in dieser Saison. Und beim FC Schalke 04? Da sammelten die Spitzentorjäger gerade einmal sieben Tore. Mit dem Aufstieg in die Erstklassigkeit steht eins fest: Frank Baumann muss zwingend günstige Torknipser finden, die die nötige Qualität und Fitness an den Tag legen.
Angreifer auf Schalke treffen zu selten
Die meisten Tore in dieser Saison landete Moussa Sylla, der im Winter eigentlich schon an New York verkauft war. In letzter Sekunde platzte der Deal und er kehrte geknickt nach Gelsenkirchen zurück. Insgesamt traf Sylla siebenmal das gegnerische Tor in 30 Einsätzen. Sein Vertrag läuft noch bis Sommer 2028, doch eigentlich will der 26-Jährige den FC Schalke verlassen. Bereits zweimal platzte ein geplanter Wechsel.
Der Hoffnungsschimmer bei Königsblau war/ist Edin Džeko. Der 40-jährige Bosnier kam im Winter zum FC Schalke 04 und traf direkt sechsmal in elf Partien. Ob der Mittelstürmer bei den Knappen bleibt, ist unklar. Er selbst fühle sich laut eigenen Aussagen „bereit für die Bundesliga“, doch eine endgültige Entscheidung will er erst nach der Weltmeisterschaft treffen.
Offensivgau: Diese Stürmer treffen das Tor nicht
Bei drei weiteren Akteuren kommt eher Frust als Lust auf, wenn man ihnen zuschaut. Sowohl Christian Gomis, Bryan Lasme als auch Emil Höjlund konnten aus unterschiedlichen Gründen nicht von sich überzeugen.
Christian Gomis schoss gerade einmal ein Tor in 19 Einsätzen. Der 25-Jährige floppte in jeglicher Hinsicht, sodass es zur kommenden Saison mit einem Verkauf oder einer Leihe lediglich um Schadensbegrenzung geht. Sein Arbeitspapier läuft noch bis Sommer 2029.
Der Fan-Liebling Bryan Lasme hat zumindest zwei Tore aus zwölf Einsätzen auf dem Konto, war aber häufiger verletzt als einsetzbar. Es ist unwahrscheinlich, dass sich sein Fitnesslevel plötzlich wieder steigert, besonders dann, wenn der Druck in der Erstklassigkeit wächst. Sein Vertrag läuft bis Sommer 2027, sodass Schalke den 27-Jährigen schnell zu Geld machen sollte. Ob sich ein geeigneter Abnehmer findet, ist die andere Frage.
Und der Youngster Emil Höjlund hat ebenso mit seiner Krankenakte zu kämpfen, statt mit der gegnerischen Defensive. Nach seiner Achillessehnen-Operation stehen bei dem 21-jährigen Dänen lediglich vier Spiele und null Tore auf dem Zähler. Das ist für die ambitionierten Königsblauen definitiv zu wenig. Vertragsende: Sommer 2028.
Offensivschwäche in Gelsenkirchen beunruhigt
Mit dem Aufstieg ins deutsche Fußball-Oberhaus muss etwas mehr kommen, als nur 50 Treffer in der gesamten Saison. Insgesamt neun Teams haben mehr Tore gemacht als der FC Schalke 04. Spitzenreiter ist Elversberg mit 64 Treffern, Hannover 96 erzielte 60 Tore.
Hingegen ist Schalke das defensivstärkste Team. Nur 31-mal wurden Loris Karius und Kevin Müller überwunden, während Elversberg auf Platz zwei 39 Gegentreffer kassieren musste. Die drittbeste Defensive hatten Hannover 96 und Hertha BSC mit jeweils 44 Gegentoren. Der Fokus sollte im Sommer definitiv auf dem Angriff liegen.