Der 25-jährige Mittelfeldspieler Yannik Engelhardt kam zu Saisonbeginn als Leihspieler zu Borussia Mönchengladbach. Rasch entwickelte sich der gebürtige Göttinger unter VfL-Coach Eugen Polanski in der FohlenElf zu einem wichtigen Stammspieler.
Mit Blick aufs Saisonende könnte Engelhardt Gladbach bald verlassen. Wird er am Niederrhein bleiben? Oder kehrt er zu seinem italienischen Arbeitgeber Como 1907 zurück? Diese Fragen stellen sich die Fohlen-Fans seit Wochen. Und auch Engelhardt wünscht sich vermutlich mehr Planungssicherheit.
Auf Yannik Engelhardt kann sich Gladbach verlassen
Bei Borussia Mönchengladbach wurde Yannik Engelhardt zügig zu einer wichtigen Spielerperson im Mittelfeld. In der Saison 2025/26 stand der Defensivspieler in fast jeder Partie auf dem Feld. Lediglich ein Spiel verpasste er aufgrund einer Gelbsperre. Gegen Bayern München (1:4) musste Engelhardt am 6. März 2026 in der Rückrunde zuschauen.
Besonders beeindruckend ist die hohe Startelfquote des Spielers. In 26 von 28 Einsätzen startete er von Minute eins an. Dabei entschieden sich die Verantwortlichen am Niederrhein im vergangenen Sommer erst spät für eine Leihe von Yannik Engelhardt. Doch auch Hugo Bolin wurde im Winter erst am Deadline Day geholt – und die feste Verpflichtung des schwedischen Offensivspielers erfolgte nur wenige Wochen bis Sommer 2030. Allerdings: Im Leihvertrag war eine Kaufoption über zwei Millionen Euro verankert.
Aber wie steht es um Yannik Engelhardt? Im Vergleich zu Hugo Bolin, der häufig nicht in der Startelf steht, hat der 25-Jährige stets abgeliefert. Ist eine Verpflichtung in der 1. Bundesliga realistisch? Und haben bereits Vertragsgespräche stattgefunden?
Keine Kaufoption für Engelhardt vorhanden
Ein Manko ist die fehlende Kaufoption im Leihkontrakt von Yannik Engelhardt. Das heißt, die Fohlen müssten zunächst mit Como 1907 einen entsprechenden Deal aushandeln.
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Doch auch der Klassenerhalt ist ein wichtiges Thema, das die Zukunft von Engelhardt direkt beeinflusst. Sollte Borussia M’Gladbach in die zweite Bundesliga abrutschen, dann ist die Verpflichtung hinfällig. Beim Verbleib im deutschen Fußball-Oberhaus hingegen wäre Yannik Engelhardt weiterhin ein spannender Spieler für Gladbach.
ABER: Bei Como hingegen könnte der 25-Jährige in der kommenden Saison in der Champions League auflaufen. Eine Präsenz in der Königsklasse können die Fohlen dem Mittelfeldakteur nicht bieten.
Interne Absprachen zwischen Gladbach und Engelhardt bestehen
Während Akteure wie Haris Tabaković schlichtweg keine Gespräche mit der Führungsebene geführt haben, gab es bei Engelhardt zumindest eine interne Absprache. Wie die „Rheinische Post“ berichtete, hängt der Verbleib von der Ausgangslage der Saison ab.
„Wir werden die Gespräche aufnehmen, wenn die sportliche Situation geklärt ist. Das ist die Absprache, weil noch wichtige Spiele anstehen“, äußerte sich Engelhardt gegenüber der „RP“.
Tatsächlich genießt es Engelhardt laut eigenen Aussagen gerade sehr, bei Borussia M’gladbach zu sein, trotz der schwierigen Lage und der lauernden Abstiegsgefahr. „Ich habe diese Saison gemerkt, was es bedeutet, Bundesliga zu spielen. Das war immer mein Ziel und ich genieße es gerade sehr“, erzählte er.
Dennoch ist dem Rechtsfuß auch bewusst, dass man im Fußball nur wenig Versprechungen machen kann. In der vergangenen Woche ist Borussia Mönchengladbach nach der 0:1-Niederlage gegen RB Leipzig wieder auf den 14. Tabellenplatz abgerutscht. Völlig aus der Gefahrenzone raus ist man bei Gladbach am Ende wohl doch noch nicht.
Como 1907 mit Verkaufsdruck bei Engelhardt
Sportlich gesehen könnte Yannik Engelhardt den Italienern helfen. Gerade der Einsatz in der Champions League könnte für den 1,84 Meter großen Mittelfeldspieler einladend sein.
Dennoch behält das Arbeitspapier am Comer See nur noch bis Sommer 2027 seine Gültigkeit. Das heißt also, dass Como im Sommer 2026 einen Verkaufsdruck verspüren könnte.
Aktuell liegt der geschätzte Marktwert für Engelhardt bei sechs Millionen Euro. Ein Schnäppchen wär das für die leeren Kassen der Gladbacher wohl kaum. Sollte die Ablöse geringer ausfallen, könnten Rouven Schröder und Co. erneut über eine feste Verpflichtung von Yannik Engelhardt nachdenken.
Abschließend kann gesagt werden: Die Leihe von Yannik Engelhardt war ein voller Erfolg. Er stand bei Borussia Mönchengladbach in dieser Saison in 28 Pflichtspielen auf dem Platz, schoss zwei Tore und bereitete zwei weitere Treffer vor. Lediglich eine Gelbsperre hielt den 25-Jährigen davon ab, zu spielen. Der Mittelfeldakteur aus der Werder-Bremer-Jugend wäre folglich ein verlässlicher Deal, bei dem die Gladbacher bereits wüssten, dass es funktioniert.